SHOW 15

how to be unique

Armaly Fareed | Monika Baer | Michael Ballou | Wolfgang Betke | François joseph chabrillat | Marieta chirulescu | elisabeth cooper | cheryl donegan | louise fishman | jack goldstein | gerald jackson | jasmine justice | paul klee | josef kramhöller | ferdinand kriwet | claudia kugler | ketty la rocca | david lamelas | jonathan lasker | bertold mathes | klaus merkel | alfred müller | marcus neufanger | verena pfisterer | david reed | dominik sittig | gary stephan | jos van merendonk | franz erhard walther | jack whitten | christopher williams

 

6. februar - 1. mai 2016

eröffnung: 5. februar 2016, 18 uhr, kienzle art foundation

mit den Ansprachen von S.E. John B. Emerson, Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika in Berlin, sowie S.E. Prinz Stefan von und zu Liechtenstein, Botschafter des Fürstentum Liechtenstein in Berlin, und der Rede zur Eröffnung von Dr. Friedemann Malsch, Direktor des Kunstmuseum Liechtenstein in Vaduz

kuratorische beratung: bertold mathes


AUSSTELLUNGSORT: Kienzle Art Foundation

English version see below

In der Ausstellung HOW TO BE UNIQUE werden in den Räumen der Kienzle Art Foundation und im cavuspace insgesamt 32 Künstlerinnen und Künstler aus drei Generationen und acht Nationen gezeigt, wobei der künstlerische Dialog zwischen den USA und Europa dominiert. Anlass für die Ausstellung war die Entscheidung, dass eine Auswahl an Werken der Sammlung Jochen Kienzle als Dauerleihgabe an das Kunstmuseum Liechtenstein, Vaduz, ab Herbst gehen wird. Dieser Werkauswahl möchte die Kienzle Art Foundation einen gebührenden Abschied bereiten und sie mit weiteren exemplarischen Exponaten der Sammlung Jochen Kienzle dem Publikum in Berlin  präsentieren.

Die Ausstellung HOW TO BE UNIQUE, zitiert nach einem Werk von Jonathan Lasker, zelebriert also den Abschied und gleichzeitig einen neuen Blick auf die Sammlung. Sie exponiert die Kommunikation zwischen Künstler-Generationen und ihren Werken wie sie der außergewöhnlichen Sammlung immanent ist. Die Expansion der Kienzle Art Foundation in einen weiteren Ausstellungsort ist somit nicht nur pragmatischer Natur. cavuspace ist ein junger, sich gründender Projektraum, der sich der Verknüpfung von Kunst als kulturelle Form der sozialen Recherche verschrieben hat und von der Kienzle Art Foundation unterstützt wird.

HOW TO BE UNIQUE ist das Resultat einer (Selbst-)Reflexion auf die Sammlung und den sich daraus ergebenden neuen Blick darauf. Die Ausstellung spürt die Verflechtungen von Textuellem, Struktur, Sprache und Malerei mit dem Gewicht auf materiellen Erscheinungsformen auf. Hieraus ergeben sich zwei Tendenzen der Sammlung, die sich begegnen: Zum einen die informelle, abstrakte oder gegenstandslose, konzeptuelle Malerei, der grundsätzlich der Malereidiskurs selbst inhärent ist. Scheinbar paradox wird hier deutlich, dass gerade durch ihre Egozentrik die Malerei fähig ist, in andere künstlerische Bereiche zu stoßen. Zum anderen sind es Textarbeiten, Film und Grafik, die sich durch Codes, wie Sprache, Farbe, Strukturen, Form, wiederum auf die Malerei beziehen können. Die Besonderheit der einzelnen Werke scheint in ihrer Immanenz zu liegen, die sie befähigt, mit anderen künstlerischen Arbeiten der Sammlung zu kommunizieren. Der außergewöhnliche Charakter der Sammlung liegt in ihrer speziellen Zusammenstellung, durch die sich Interpretationen der Werke untereinander ergeben und mit der jedes Exponat eine neue Justierung erfahren kann. Das heißt, es entstehen Konstellationen von Bildern, die miteinander korrespondieren und in der jedes Einzelbild in seiner ursprünglichen Bedeutung neu interpretierbar wird. In der Ausstellung wird diese innere Kommunikation noch über die Räumlichkeiten maximiert.

HOW TO BE UNIQUE zeigt in den Räumen der Kienzle Art Foundation insbesondere die Positionen der Malerei mit der Bewegung aus der Moderne des 20. ins 21. Jahrhundert, während im cavuspace der Schwerpunkt auf textuellen, konzeptionellen Arbeiten aller Medien liegt.

Die Ausstellung wird in freundlicher Weise unterstützt von der
– Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika, der
– Botschaft des Fürstentums von Liechtenstein, das
– Kunstmuseum Liechtenstein, Vaduz, sowie der
– Weinhandlung La Garibaldina.


ausstellungsort: cavuspace

The Exhibition HOW TO BE UNIQUE will take place in the Kienzle Art Foundation and in cavuspace and represents in total 32 international artists from three generations and from eight nations. The dominant aspect is the artistic dialogue between the United States and Europe. The occasion for the exhibition was the decision, that parts of the Collection of Jochen Kienzle will be lend for a long term loan to the Kunstmuseum Liechtenstein, Vaduz in the fall of 2016: a good reason for the Kienzle Art Foundation to initiate an adequate farewell for the selected artworks. Supplemented by other representative pieces from Jochen Kienzle’s collection, they will be presented to the public in Berlin.

Quoting a work of Jonathan Lasker’s, the show HOW TO BE UNIQUE celebrates the departure of the collection, while at the same time offering new insights into it. It exposes the communication between generations of artists and their oeuvres as revealed by this extraordinary compilation. The expansion of the Kienzle Art Foundation to another site is thus not only of pragmatic nature. Supported by the Kienzle Art Foundation, cavuspace is a young project space in the process of establishing itself and its goal of combining art as cultural form with social research.

HOW TO BE UNIQUE is the result of a (self) reflection of the collection and the resulting innovative perception of it. The exhibition explores the interlacing of textual, structural, and lingual elements and painting with a special emphasis on their material manifestations. From this, two tendencies emerge: On the one hand, informal, abstract, non-representational, conceptual painting characterized by its inherent discourse on painting. Seemingly paradoxical, it makes clear that especially due to its egocentricity, painting is capable of reaching out into other artistic territories. On the other hand, we have works based on text, film, charts that, thanks to their codes – like language, color, structure, form – can in turn once more be related to painting. What is special about the individual works appears to be their immanence, enabling them to communicate with other artworks in the collection. The exceptional character of this collection is its special composition, leading to innovative interpretations of the works that may result in unprecedented new adjustments for each piece. Mutually corresponding, new constellations of images emerge; each image may be freshly interpreted and contrasted with its original meaning. The new space will help to maximize this internal communication.

For HOW TO BE UNIQUE, the gallery spaces of the Kienzle Art Foundation will focus on painterly positions from Modern Movements of the 20th and 21st centuries, whereas cavuspace will place its emphasis on textual, conceptual works in all media.

Our sincere thanks for support of this exhibition go to:
– Embassy of the United States of America,
– Embassy of the Princedom Liechtenstein,
– Kunstmuseum Liechtenstein, Vaduz, as well as  
– Wine store La Garibaldina.


Video Vernissage


Podiumsdiskussion: „Novellierung des Kulturgutschutzgesetzes und mögliche Folgen“

Prof. Dr. Harald Falckenberg, Jurist und privater Sammler
Prof. Dr. Wulf Herzogenrath, ehe. Direktor Kunsthalle Bremen, freier Kurator
Prof. Dr. Eckart Köhne, Präsident Deutscher Museumsbund
Prof. Dr. Peter Raue, Rechtsanwalt RAUE LLP
Dr. Philipp von Württemberg, Geschäftsführer Sotheby’s Deutschland
Frau Birgit Maria Sturm, Geschäftsführerin Bundesverband Deutscher Galerien und Kunsthändler e.V.
Moderation: Kolja Reichert, Kunsthistoriker, u.a. Die Zeit, Frankfurter Allgemeine, Spike Art Quarterly

Ort: Kienzle Art Foundation, Bleibtreustr. 54, 10623 Berlin
Datum: Mittwoch, 27. April 2016, um 19 Uhr

Wir möchten Sie herzlich zu der Podiumsdiskussion „Novellierung des Kulturgutschutzgesetzes und mögliche Folgen“ am 27. April 2016 einladen, die anlässlich der laufenden Ausstellung HOW TO BE UNIQUE in der Kienzle Art Foundation um 19 Uhr stattfindet.

Bundestag und Bundesrat werden voraussichtlich im Juni 2016 über die Novellierung des Kulturgutschutzgesetzes (KGSG) abstimmen. Der Verein der Kunstsammler e.V. gründete sich aufgrund der angestrebten Novellierung Ende 2015 und wird in der Diskussion u.a. seine Positionen erläutern.

Die Kienzle Art Foundation möchte mit dieser Veranstaltung vor der endgültigen Abstimmung durch den Bundesrat die verschiedenen Positionen zur Novellierung des KGSG aufzuzeigen und begründen. Sie möchte die Konsequenzen für die einzelnen Berufszweige zur Diskussionen stellen und somit weitreichende Informationen zum Thema liefern.


Sammlung Kienzle