galerie kienzle & gmeiner

jonathan lasker (1)

 

30. oktober 1997 - 29. januar 1998

 

English version see below

Konsequent und stetig entwickelt der New Yorker Künstler Jonathan Lasker seit nunmehr über 20 Jahren sein langsam und beharrlich gewachsenes, eigenwilliges Werk, das in seiner schrittweisen Entstehung gut nachvollziehbar ist. Ein Werk, das zunächst eher im Verborgenen erarbeitet wurde, nunmehr aber schon seit etlichen Jahren weltweit gezeigt und beachtet wird, wie ein Blick auf die Ausstellungs- und Publikationsliste bestätigt.

Laskers Arbeit ist vielfach auch provozierend oder schockierend, denn seine Formensprache ist kompromißlos und eigenwillig, so daß sie grundsätzlich Neugierde hervorruft und immer wieder die Grenzen der Akzeptanz erreicht Sein Bildaufbau ist klar nachvollziehbar, vermeidet aber jede inhaltliche Eindeutigkeit und irritiert damit den Betrachter. Aus nur wenigen Farben und einfachen Formen aufgebaut, üben Laskers Gemälde eine mächtige Wirkung aus. Sie sind von einer heftigen Unmittelbarkeit.

Über ihre rein malerische Qualität hinaus halten diese Bilder den Betrachter zu Gedanken an; wo die Grenzen zwischen Malerei und Zeichnung verlaufen, wie sich Flächen und Linien zueinander verhalten, was Malerei bedeutet, wie sich chiffrenhafte Markierungen hin zu möglicher Bedeutung verdichten.

Große Anerkennung findet sein Werk bei zahlreichen jüngeren Künstlern, die es als richtungsweisend empfinden.
 

Resolutely and constantly Jonathan Lasker has developed for many than twenty years now a slowly and persistently expanded, highly individual oeuvre, whose gradual emergence is now clearly identifiable. It is a work that was initially worked out more or less in secrecy but that for several years now has branched out worldwide and has attracted attention, as a look at his list of exhibitions and publications confirms.

Lasker’s work is frequently provocative, even shocking, because his formal idiom is so uncompromising and self-willed, provoking fundamental curiosity and repeatedly reaching the borders of acceptability. His pictorial construction is clear and intelligible, yet he avoids any unambiguous content and thus vexes the viewer. Constructed from just a few colors and simple forms, Lasker’s paintings have a powerful impact. They convey a vehement immediacy.

Beyond even their purely painterly quality, these paintings urge the viewer to think: Where are the boundaries between painting and drawing? How do the planes and lines relate to one another? What does painting mean? How do cipherlike markings condense into possible meanings?

His oeuvre is greatly respected by many younger artists, who feel it is pointing the way ahead.


Sammlung Kienzle